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Fertighausbau Bayern

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Montageanleitung

Diese Montageanleitung soll Kellermonteure bei Ihrer Arbeit unterstützen. Alle Angaben entsprechen dem besten Wissen von Norm bzw. Zulassung und der jahrelangen Erfahrung von Kellerbau Bayern.

Weder aus der vorliegenden Anleitung noch aus der Anwesenheit unseres Montageleiters vor Ort können rechtliche Verbindlichkeiten insbesondere Haftungs- und-/oder Gewährleistungsansprüche gegenüber Kellerbau Bayern abgeleitet werden. 

Einweisungen oder Hilfestellungen durch Mitarbeiter von Kellerbau Bayern beziehen sich lediglich auf die allgemeine Verarbeitung der Produkte. Abweichungen vom Prospektmaterial in Farbe und Oberfläche sowie technische und statische Änderungen bleiben vorbehalten. 

Die vorliegende Anleitung befreit nicht von den üblichen Unternehmerpflichten insbesondere Arbeitssicherheit, Montagestatik, Zulassungskonformität. Bei etwaigen Abweichungen ist das Lieferwerk zur Beratung einzuschalten. 


Checkliste vor Montagebeginn
  • Als bauseitige Leistung vor der Wandanlieferung
  • Aufstellebene (Bodenplatte o.a.) besenrein, 
  • Grundriss vollständig aufgetragen,
  • Höhentoleranz +/- 1 cm, systemgerechte Anschlussbewehrung (falls erforderlich)
  • Sicherheits- bzw. Schutzgerüste bereitgestellt und insbesondere für Stützwände
  • Schächte u. ä. passend
  • Baugrubensicherung für Kran ausgelegt
  • Aufstellplätze für Transportfahrzeug und Kran vorgesehen
  • Mindeststellfläche auf Mobilkran abgestimmt (min: 10 x 8 m) 
  • Arbeitsraum für Transportfahrzeug beachten
  • Drehgestell 
  • waagerechte, ebene Fläche für Aufstellplatz
  • ggf. Zwischenlagerplatz (Box, Rechen) angelegt
  • Fahrtroute festgelegt
  • Hindernisse wie enge Kurven, parkende Fahrzeuge, Leitungen, Durchfahrtsbegrenzungen, Rampen u. ä. berücksichtigt und ggf. beseitigt
  • notwendige Straßensperrungen beantragt und genehmigt
  • Zu- und Abfahrten vorbereitet und reibungslos geregelt
  • Montagetrupp eingewiesen
  • Baustrom angeschlossen
  • Ver-/Entsorgungsleitungen stillgelegt
  • Baufreiheit vorhanden
  • Kran mit ausreichender Tragfähigkeit bestellt
  • Montageplan und Stapelliste vorhanden
  • Montagerichtung bekanntgegeben
  • Füllhöhe für Kernbeton passend (ggf. engerer Gitterträgerabstand, Höhen und Außenecken angerissen)

Wichtig

  • Auf ausreichenden Arbeitsraum achten
  • Dübel und Schrauben für Aufstellebene sowie Sprieße bereithalten
  • Erforderliche Betonfestigkeit der Aufstellebene einhalten
  • Für die Wand sind die Dübel bereits eingebaut
  • Schrauben dort nach Montageplan setzen
  • Anleitung für die Dübel beachten


Beschreibung Fertigteile

Die Doppelwand ist eine massive Wandkonstruktion, die aus Betonfertigplatten und Vergussbeton besteht. Jeweils 2 Fertigplatten sind werkmäßig mit Gitterträgern verbunden. Auf der Baustelle wird dieses Fertigteil montiert und mit Beton vergossen. Die Fertigplatten dienen dabei als Schalung. Sie enthalten bereits die statisch erforderliche Bewehrung. Nach dem Betonieren wirkt der erhärtete Gesamtquerschnitt monolithisch. 

  • Für die Bemessung und Ausführung gelten Eurocode 2 und die bauaufsichtlichen Zulassungen für Doppelwände
  • Die Fertigplatten (Schalen) sind in der Regel 5 cm bis 7 cm dick
  • Der Kernbeton muss mindestens 7 cm betragen, wobei im Ausnahmefall davon abgewichen werden kann
  • Für die Wandkonstruktion ist die bauaufsichtliche Zulassung (siehe Montageplan) zu beachten. 


Anlieferung

Gebräuchlich ist eine stehende Anlieferung. Dabei sind unterschiedliche Ladegestelle vorgesehen, sogenannte Paletten, Innenlader, A-Bock, Schrägbock, U-Bock oder Boxen. Die jeweiligen Abmessungen für Zufahrt und Rangierflächen sind zu beachten und mit dem Lieferwerk abzustimmen

fertigteilkeller

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Entladehinweise

Das Arbeiten in der Höhe (z. B. Lösen der Keile) erfordert eine Leiter! Vor dem Öffnen von Sicherungsbolzen, sowie vor dem Lösen von Spanngurten ist die gesamte Ladung, d. h. die abzuladenden Elemente und die restliche Ladung, gegen Kippen zu sichern. Sicherungsbolzen bzw. Spanngurte erst entfernen, wenn das zu entladende Element am Haken eingehängt ist. Die Reihenfolge dieser Arbeitsgänge strikt einhalten! Unabhängig von der Montagereihenfolge von außen zur Mitte entladen. Auf beigestellte Wandelemente, in der Regel in der Fahrtrichtung hintereinander stehende Wände, achten und ggf. sichern. Immer das hintere Element zuerst abladen. Einzelelemente sichern. 

Elemente im Innenlader bei Zwischenlagerung (über mehrere Tage) sichern und gurten. Wände sind mittig zu platzieren. Wenn notwendig, umladen, ansonsten ist eine zusätzliche Kippsicherung am Gestell erforderlich. Hierzu verwendet man eine Palette, diese wird  dann entsprechend mit Kantholz oder Strebe verbreitert

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Kranbetrieb und Ketten, sowie Anhängen und Versetzen

Auf ausreichende Kettenlänge achten, mind. 4,0 m für Elemente bis ≤ 5,0 m Breite. Anschlagwinkel: max. = 30°

Vorsicht

  • Bei einem Anschlagwinkel von 45° erhöht sich die Beanspruchung der Kette und auch der Anker um etwa 30%.
  • Ab 45°, Keine Tragfähigkeit!
  • Transportanker: In der Regel sind 2 Anker (Wände bis 5,0 Tonnen) eingebaut, bei größeren Wandgewichten sind es 4
  • Sind 4 Anker eingebaut, ist an allen 4 Ankern anzuschlagen!!!

Die Transportanker bestehen aus einem Bügel mit Querbolzen, der etwa 25 cm unterhalb der Wandoberkante liegt. Querbolzen kann aus Rundstahl, Stahlrohr oder auch aus Holz bestehen. Die CE-Verwendungsanleitungen der Hersteller für die Transportanker sind zu beachten. Der Kranhaken ist am Bügel im Dreieck oben einzuhängen. Bei vier Ankern ist mit Ausgleichsgehängen oder Traversen zu arbeiten. Als Alternative können auch Drei- Ketten-Systeme wie unten gezeigt, verwendet werden. Diese bestehen aus einer langen Oberkette mit Gabelkopfschäkel sowie zwei kurzen Unterketten bzw. Seilschlupp, sowie Seilverkürzung zwischen Kettenzug.


Arbeitsschritte
  • Gehänge leicht spannen
  • Verbleibende Elemente gegen Kippen sichern
  • Entladehinweise beachten
  • Langsam und nicht ruckartig anheben, dabei plötzliche Bewegungen vermeiden
  • Auf waagerechte Lage des Wandelementes achten und ggf. Kettenzug nutzen

fertigteilkeller  fertigteilkeller


Hohe Wände

Bei hohen Wänden ist die seitlich stehende Anlieferung gebräuchlich, zur Vermeidung von Rissen und von Transportbeschädigungen. Die Wände sind daher mit Hilfe von Wendegeräten in die Endposition aufzurichten. Wendegeräte sind über das Lieferwerk beschaffbar. Alternative: Kran mit Zusatzwinde (Drehen in der Luft) in analogen Positionen wie beim Drehgestell. Die jeweiligen Bedienungsanleitungen sind zu beachten. Eine entsprechende Einweisung ist erforderlich! Als Beispiel ist hier das Drehgestell abgebildet. Wichtig ist, die Anschlagkette nach dem Einsetzen in die Gestelle zu wechseln. Anstelle der Kette dient dann ein Seil mit Rolle.

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Besonderheiten zur Stoßbewehrung

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Einbau
  • Vor der Montage wird der Grundriss auf der Aufstellebene mit Schlagschnur aufgerissen. Dabei Elementlänge und Türen aufzeichnen und die Positionsnummer aus dem Montageplan dazu schreiben. 
  • Fugenbreite bzw. -höhe beachten, siehe Montageplan
  • Zum Ausgleich von Bodenunebenheiten dienen Unterlegplättchen, z. B. aus Polyamid
  • Es sind in der Regel 4 Unterlegplättchen (an beiden Schalen je 50 cm von den Wandenden entfernt) vor der Montage auf die erforderliche Höhe zu nivellieren
  • Ausnahmen (z. B. nur innen bei Weißen Wannen und Thermowänden mit dem Werk abstimmen
  • Wandpfeiler sind separat zu unterfüttern
  • Der höchste maßgebliche Punkt (auf Grundrissmarkierung) plus Fugenhöhe soll der OK des Unterlegplättchens entsprechen
  • Trägt der gesamte Wandquerschnitt auf Druck ab, ist eine Fugenhöhe von mindestens 3 cm (siehe Montageplan) einzuhalten

kellerbau

  • Vor dem Versetzen sicher stellen, dass die Anschlussbewehrungen nicht mit den Gitterträgern kollidieren
  • Vertikale Ausrichtung und Fluchtlinie der eingebauten Stoß bewehrungkontrollieren
  • Wandelement langsam absenken und dann auf Unter lagspunkte (Grundrissmarkierung) stellen und ausrichten
  • Die Lage eventuell durch Keile fixieren, ggf. Kantholz andübeln
  • Beim Einschwenken eines neuen Elementes darauf achten, dass bereits gestellte Wände weder verrückt noch beschädigt werden
  • jedes Element ist mit mindestens zwei Schrägsprießen (je nach Wandlänge und Höhe) zu sichern
  • Die Sprieße werden mit Schrauben und U-Scheiben am Element und auf der Bodenplatte mit zugelassenen Dübel befestigt
  • Hierzu sind am Element bereits werkseitig Dübel eingebaut, Angaben hierzu sind im Montageplan enthalten
  • Die Montagepläne enthalten zahlreiche Hinweise wie die Lage der eingebauten Befestigungspunkte (Dübel) für die Schrägsprieße an der Wand, die Positionsnummern (Dreieck) der Elemente und die Montage folge
  • Sprieße und Dübel (Fußpunkt) sind zu bemessen und entsprechend der Herstellerangabe einzubauen!
  • Die dort angegebene Betonfrühfestigkeit der Aufstell- bzw. Abstützfläche ist einzuhalten. Zulässige Drehmomente beachten!
  • Den Neigungswinkel von 50° nicht überschreiten, besser mit 45° arbeiten.
  • Schon bei 60° erhöhen sich die Kräfte in den Dübeln und der Sprieße um mehr als 30 %
  • Montagesprieße stets an allen eingebauten Dübeln anschlagen
  • Erst nachdem die Schrägsprieße befestigt, gesichert und kontrolliert wurden, dürfen die Kranhaken ausgehängt und das nächste Element eingehängt werden.

Wichtig

  • Mit den Spindeln wird das Element vertikal ausgerichtet, dabei die Spindeln gleichmäßig und spannungsfrei drehen
  • Dann die Stoß- und Eckbewehrung einsetzen sowie die Eckwinkel für Betondruck
  • Bei Sturmwarnung zusätzliche Sicherungsmaßnahmen treffen
  • Ausschalfristen (Entfernen der Schrägsprieße) nach Norm und Statik

Hinweis

  • Das Montageunternehmen ist für die Verankerung der Montagesprieße und die Art der Befestigung der Wände verantwortlich.
  • Hierzu zählen die Sprieße und Dübel sowie auch die Hilfsfundamente und die Aufstellebene selbst
  • Die Montagestatik ist zu beachten.

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Sicherheitshinweise
  • Bei Kranbetrieb und beim Absetzen des Elementes ist der Aufenthalt zwischen Wand und Böschung verboten. Die Unfallverhütungsvorschrift zur Baugrubensicherung ist zu beachten
  • Das Verfüllen der Arbeitsräume im Montagezustand ist verboten
  • Wände nicht an der Böschung lagern oder zwischenlagern


  


Stoßbewehrung und Ecksicherung
  • Die ggf. erforderliche Stoß- bzw. Anschlussbewehrung ist laut Statik einzubauen
  • In der Regel genügt ein Mattenstreifen als Stoßmatte
  • An Elementfuge, Stoßmatte am Eck und T-Stoß sind Maßnahmen zur Sicherung des Betondruckes vorzusehen, wie z. B. Stahlwinkel, Absprießen gegen das Erdreich oder Aufdübeln einer Schiene.
  • Dübel für WU-Keller mit Lieferwerk abstimmen

  


  • Abschalungen am Wandende oder an Aussparungen sind für den Betondruck in Wandrichtung zu sichern
  • Besonders bei größeren Aussparungen, z. B. Fenster ab 1,0 m Breite, sind kleine Öffnungen für Rüttelflaschen in denAbschalungen vorzusehen

Wichtig

Nach dem Einbau der Bewehrung z. B. Stoßmatte, Ringanker, Deckenanschlusswinkel, ist die Funktion der E-Rohre und anderer Einbauteile z. B. Futterrohre zu prüfen


Vor dem Betonieren

Unmittelbar nach der Montage der Wandelemente empfiehlt sich das Verlegen von Deckenelementen. Dadurch ist ein rationelles Betonieren von Wänden und Decken in einem Arbeitsgang möglich. Dennoch sind die maximalen Füllhöhen zu beachten! Alle horizontalen und vertikalen Fugen sind zu schließen

  • Ab einer Breite von etwa 2 cm abschalen und keinesfalls ausschäumen
  • Vertikale Fugen bis etwa 2 cm Breite mit Montageschaum oder Fugenschnur ausführenI
  • In den Ortbetonkern darf kein Montageschaum hineinragen
  • Fugen unter 1 cm Breite können ggf. bei F3 offen bleiben
  • Bei F5 wasserdicht abschalen
  • Lange und / oder vorspringende Schalen abstützen
  • Abschalungen nicht gegen unausgefüllte und nicht ausgehärtete Elemente abstützen.

Betonieren

Das Betonieren muss gemäß den einschlägigen Regeln und Vorschriften erfolgen (z. B. EC2)

Hierzu zählt insbesondere

  • das Vornässen der Wandinnenseiten
  • die Maßnahmen bei Unterbrechungen des Betoniervorganges
  • Fallhöhen
  • Eintauchtiefe der Rüttler
  • sowie die Vor- und Nachbehandlung des Kernbetons

Zu beachten ist außerdem

  • Für Kernbetondicken < 15 cm: Größtkorn = 16 mm
  • am Wandfuß ist eine Anschlussmischung mit 8 mm zu empfehlen
  • Eingerichtete Elemente nicht verrücken oder unbeabsichtigt anstoßen, z. B. durch Betonkübel
  • Gleichmäßig ohne Schüttkegel einfüllen und auf senkrechte Elementlage achten
  • Ausbetonierte Elemente unmittelbar kontrollieren und, wenn erforderlich, erneut ausrichten
  • E-Rohre nochmals prüfen.

Füllhöhen und Steiggeschwindigkeit
  • Die zulässige Füll- bzw. Betonierhöhe ist in Verbindung mit der Betonsteiggeschwindigkeit bauseits nach DIN 18 218 zu bemessen
  • Nach Zulassung beträgt der maximale Frischbeton druck σHk, max = 30 kPa (ohne besondere Maßnahmen und bei üblichem Gitterträgerabstand von 60 cm)
  • Die übliche Füllhöhe von 80 cm bzw. Betonsteiggeschwindigkeit von 80 cm/h setzt normale Randbedingungen (Umgebungstemperatur Tamb = 20°C, Konsistenz F3, kein Verzögerer) voraus
  • Abweichungen ergebensich bei niedrigeren Umgebungstemperaturen als 20°C, weicheren Konsistenzen als F3, Zugabe von Verzögerern, etc.

Vorsicht

  • Bei schnellem Füllen besteht die Gefahr der Wandplatzer, da der Betondruck steigt und dieser in der Regel von der Wand nicht aufnehmbar ist
  • Weiche Betonkonsistenzen erlauben nur geringere Füllhöhen und erfordern besondere Maßnahmen, da sich ein erhöhter Betondruck ergibt.
  • Bei selbstverdichtendem Beton oder F4 bis F6 ist eine Freigabe durch das Lieferwerk erforderlich
Wichtig
  • Bei einer Vergrößerung der Füllhöhe wächst der Frischbetondruck entsprechend. Dafür ist das Wandelement in der Regel nicht ausgelegt (Gefahr der Wandplatzermit auslaufendem Frischbeton)

betonkeller   kellerbau


Verdichten
  • Nicht punktweise verdichten, fachgerecht rütteln und Rüttelflaschendicke dem Wandzwischenraum anpassen
  • Zum besseren Entlüften muss der Innenrüttler schnell in den Beton eingeführt und langsam wieder hochgezogen werden
  • Erste Lage: Rüttler bis zum Wandfuss führen.Maximale Eintauchtiefe = 15 cm in bereits verdichtete Lage.
  • Bei leicht zu verdichtendem Beton erfolgt die Verdichtung in der Regel durch vorsichtiges Stochern, z. B. mit einer Stange
Vorsicht
  • Erhöhung des Betondruckes durch Rüttler
  • Bei Fallhöhen von mehr als 1,50 m sind Fallrohre oder Schläuche zu verwenden
  • Eintauchen in die Betonierlage dabei vermeiden

kellerbau   betonfertigteile


Schließen der Fugen und Aushärten
  • Das Weiterbearbeiten der Fugen zwischen den Wandelementen und ggf. zu den Elementdecken ist als bauseitige Leistung nach der Montage auszuführen
  • Falls vereinbart sind im Fugenbereich die Verunreinigungen zu entfernen
  • Ist das vollständige Schließen der Fugen bauseits vorgesehen, empfehlen sich Spachtelmaterialien, die besonders schwindarm Durchmesser 35-40 mm je nach Wandzwischenraum Ø 35-40 mm Rüttelflasche 30-50 cm und in der Lage sind, temperatur- und lastabhängige Verformungen aufzunehmen
  • Die Verarbeitungshinweise der Hersteller sind zu beachten
  • Bei der Ausführung als ungedämmte Fassade ist eine elastische Fuge als bauseitige Leistung vorzusehen

Achtung!

Damit der Verbund zwischen den Elementwandplatten und dem Ortbeton nicht beeinträchtigt wird, sind die Wände bis zur ausreichenden Erhärtung des Ortbetons vor Erschütterungen und sonstigen Belastungen zu schützen.


ANHANG:

Weiße Wannen

  • Doppelwände in WU-Konstruktionen, z. B. in Weißen Wannen, haben eine Dichtfunktion zu erfüllen, die durch die Montage nicht gefährdet werden darf
  • Alle die Dichtigkeit gefährdenden Arbeiten wie Bohren, Fräsen, Beflammen, Flexen, Fugenhöhen < 3 cm, Außenschale mit Unterlegsplättchen,Verwendung von Einbauteilen etc. sind mit dem Tragwerksplaner abzustimmen
  • Wegen der Dichtfunktion der Wand sind besondere Richtlinien zu beachten
  • Diese Richtlinien enthalten wichtige Hinweise, u. a. zu Fugenblechen und Sollrissstellen
  • Die Prüfzeugnisse für Fugenbleche etc. beachten
  • Das Betonieren des Kerns erfordert eine erhöhte Sorgfalt, z. B. Vornässen der Innenseiten und Anschlussmischung
  • Die einzelnen ca. 30 bis 50 cm hohen Schüttlagen müssen miteinander vernadelt werden
  • Dazu muss der Innenrüttler ca. 15 cm in die bereits verdichtete Betonlage eingetaucht werden
  • Rüttler bis zum Wandfuss führen
  • Beim Verdichten ist eine direkte Berührung der einbetonierten Fugenabdichtung mit dem Innenrüttler zu vermeiden
  • Bei Fugenbändern (Elastomere oder Thermoplaste) ist nach DIN 18 197 ein Mindestabstand von 10 cm zwischen dem Innenrüttler und der Fugenabdichtung gefordert.



Verlegeanleitung für Elementdecken 

  • Die Qualitätsdecke von Kellerbau Bayern ist eine Elementdecke aus Stahlbeton gemäß Eurocode 2 und den entsprechenden bauaufsichtlichen Zulassungen
  • Sie besteht aus 4 bis 7 cm dicken Fertigplatten, die durch Ortbeton ergänzt werden
  • Die Fertigplatten haben eine planebene Untersicht und enthalten die statisch erforderliche Feldbewehrung
  • Die Gitterträger sorgen schließlich für die notwendige Steifigkeit der Fertigplatten beim Verlegen
Kran
  • Bei der Planung muss darauf geachtet werden, dass die Tragkraft des Krans bei der maximal vorkommenden Auslage ausreichend ist
  • Die Fertigplatten werden üblicherweise mit dem Baustellenkran vom LKW abgeladen und im gleichen Arbeitsgang verlegt
  • Sie wiegen rund 125 kg/m2 bei Standarddicke
Der Verlegeplan
  • Für jede Decke wird ein Verlegeplan erstellt
  • Er enthält alle wichtigen Angaben, vor allem die Lage der Fertigplatten
  • Positionsnummern im Grundriss
  • die Anordnung der Montageunterstützung
  • die Bewehrung der Stoßfugen

verlegeplan


Montageunterstützung Fertigteildecke

Vor dem Verlegen der Fertigplatten wird die Montageunterstützung aufgebaut. Die Abstände der Joche können dem Verlegeplan oder den Angaben des Zubehörlieferanten entnommen werden. Dabei müssen die Joche immer quer zu den Gitterträgern stehen (auch bei Balkonen).Die Bedingungen für die Randjoche sind in den folgenden Bildern gezeigt

kellerbau

keller

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Hinweise

  • Die Auflagertiefe der Fertigplatten ist im Verlegeplan angegeben
  • Die Auflagerflächen (Wände und Joche) sind vor dem Verlegen der Elemente gut zu säubern
  • Abstand der Sprieße: siehe Herstellerangaben
  • Randjoch erforderlich< 3,5 cm aa ≥ 3,5 cm
  • Randjoch nicht erforderlich,wenn mindestens jeder zweite Gitterträger mit einem Untergurtknoten aufliegt und die Auflagerkräfte die in der Zulassung angegebenen Werte nicht überschreiten
  • Bei Auflagertiefen a > 4 cm ist stets in ein Mörtelbett zu verlegen
  • Bei Zwischenauflagern (z. B. Innenwände) sind Mindestabstände der aufzulagernden Fertigplatten einzuhalten
  • Höhenausgleich (Wand zu niedrig)
  • Wand endet etwa 1 bis 2 cm unter der Plattenunterseite, wird vor dem Verlegen ein Mörtelbett aufgebracht. Die Fertigplatte drückt sich dann beim Absetzen auf die Joche in das frische Mörtelbett.
  • Die Fertigplatten müssen waagerecht abgesetzt werden; andernfalls entsteht durch das einseitige Wegdrücken des Mörtels keine gleichmäßige Auflagerung
  • Wand endet etwa 2 bis 4 cm unter der Plattenunterseite, muss nach dem Verlegen der Fertigplatten der Spalt verschalt und beim Betonieren durch besonders sorgfältiges Rütteln mit Beton verfüllt werden.
  • Verwendung von Montageschaum ist unzulässig!


Die Kontrolle der Untersicht
  • Die Fertigplatten müssen waagerecht auf die Auflager gelegt sein
  • Die Stöße zwischen den Fertigplatten dürfen über die gesamte Fugenlänge hinweg keine Höhenunterschiede aufweisen
  • Vor dem Betonieren ist zu prüfen, ob die Platten in ihrer gesamten Breite aufliegen, um Versätze zu vermeiden ≥ 4,0 cm


Aussparungen, Öffnungen und Bohrungen
  • Aussparungen und Öffnungen sind üblicherweise bereits werksseitig in den Fertigplatten enthalten
  • Auch die Abschalungen der Aussparungen oder des Deckenrandes (bei Doppelwänden als Außenschale) können im Werk vorgesehen werden
Achtung!
  • Nachträgliche Bohrungen sind mit dem Tragswerksplaner abzustimmen
  • Beim etwaigen Bohren z. B. von Öffnungen für die elektrische Installation, ist von unten zu arbeiten. Beim Bohren von oben ergeben sich Abplatzungen an der Unterseite


Die Bewehrung über den Fugen
  • Über die Fugen zwischen den Fertigplatten werden als Stoßbewehrung entweder Streifen aus Betonstahlmatten oder Einzelstäbe gelegt.
  • Die Dimension der Bewehrung ist im Verlegeplan angegeben
  • Die Stoßbewehrung muss mindestens um das im Verlegeplan angegebene Maß über die Plattenfuge reichen


Die Zusatzbewehrung auf den Fertigplatten
  • Die Anordnung ist im Verlegeplan festgehalten
  • Eine Zusatzbewehrung wird in der Regel bei Auswechslungen, kreuzweise gespannten Platten u. a. vorgesehen
  • Die obere Bewehrung der Decke ist einem gesonderten Bewehrungsplan zu entnehmen
  • Sie ist als Stützbewehrung bei Durchlaufdecken und bei Kragplatten u. Ä. erforderlich


Druckfugen
  • Statisch erforderliche Druckfugen zwischen den Platten sind abzuschalen gemäß Verlegeplan


Die Vorbereitung zum Betonieren
Bevor der Ortbeton aufgebracht wird, ist zu kontrollieren ob
  • die Fertigplatten richtig verlegt wurden (Spannrichtung, Aussparungen)
  • die Fertigplatten ordnungsgemäß unterstützt sind und richtig aufliegen
  • die Bewehrung über den Fugen, die Zusatzbewehrung und obere Bewehrung sowie die Installationsleitungen verlegt sind
  • gegebenenfalls hat der verantwortliche Statiker die Bewehrung vor dem Betonieren abzunehmen
  • Dies gilt ebenso für Dübelleisten, Balkonanschlüsse und Lüftungsleitungen


Stützbewehrung
  • Zulagen (nur bei Mauerwerk) (1/4 der größten Feldvewehrung) ≥ 4,0 cm 115 – 175 


Die Installationsleitungen
  • sind Installationsleitungen in der Decke erforderlich, müssen diese vor dem Betonieren verlegt werden
  • Statik beachten und wegen der Querschnittsschwächung durch Lüftungsleitungen die Planung anfordern
  • Gitterträger durch Einbau der Lüftungsleitungen nicht beschädigen und auf Betondeckung zur Leitung achten
  • Achtung!Vor dem Einbringen des Aufbetons sind die Oberflächen der Fertigplatten ausreichend vorzunässen
  • Ist die Oberfläche der Fertigplatte verschmutzt, muss sie gereinigt werden
  • Denn nur dann kann der erforderliche Verbund zwischen Fertigplatte und Ortbeton hergestellt werden


Das Betonieren
  • Der Beton muss in der vorgeschriebenen Güte und Konsistenz in einem Arbeitsgang aufgebracht und verdichtet werden
  • Um Überlastung und eventuelle Schäden zu vermeiden, ist der Ortbeton gleichmäßig ohne Anhäufungen aufzubringen bzw. zu verteilen (zusätzliche Belastung ≤1,5 kN/m2 oder ≤1,5 kN pro Gitterträger möglich)
  • Die Bewehrung darf beim Betonieren nicht verschoben oder heruntergetreten werden
Wichtig:
  • Während des Betonierens muss von unten kontrolliert werden, ob die Plattenstöße auf einer Höhe liegen bleiben und unter Spannung stehen, ggf. nachjustieren


Die Nachbehandlung
  • Die Untersicht der Platten ist planeben.
  • Sind die Fertigplatten nicht ganz dicht verlegt worden, kann Zementschlämme durch die Fugen laufen
  • Deshalb sollten die Fugen und Wandanschlüsse nach dem Betonieren gesäubert werden.
  • Nachbehandeln der Oberfläche nach pr EN 13 747. 


Das Entfernen der Montageunterstützung
  • Die Montageunterstützung kann erst dann entfernt werden, wenn der Beton ausreichend erhärtet ist
  • Die Bestimmungen des Eurocode 2 sowie das DBV Merkblatt für Ausschalfristen sind dabei zu berücksichtigen



Mitgeltende Unterlagen

Folgende Dokumente sind für die Montage von Doppelwänden zusätzlich zur vorliegenden Beschreibung erforderlich:

  • Montageplan des Fertigteilwerks
  • Einbauanleitung 
  • Transportanker
  • Betoniervorschriften z. B. Eurocode 2
  • bauaufsichtliche Zulassungen für Doppelwände bzw. Elementdecken
  • Elementwände im drückenden Wasser, IRB-Verlag, 2016- WU Richtlinie
  • DBV-Merkblatt 2013-06: Betonschalungen und Ausschalfristen
  • Vorschriften zur Arbeitssicherheit (UVV)
  • Für die Anwendung in Nachbarländern sind die nationalen Besonderheiten zu beachten